IN PROCESSWhat ever you find here is incomplete and fragmentary...BlogThere is a new blog about material transformations in the arts:
Liquid Things - on materials, processes and narratives: transformation and animation. "Maelström" the Book publication planned for spring 2012
Elfte Duineser Elegie (1922?) - Rainer Maria Rilke (sorry german only!)
Immer unter selbstgebauten Dächern zu sein, heißt Gefangener einer gewesenen Freiheit werden. Den gestirnten Himmel, ach, haben wir heimgeschickt zu einem fernen Gott, den es schon reut, uns geliebt zu haben. An seine Stelle setzen wir Gewölbe aus Stolz und Vorsicht. Wo einst Verstrebungen sich zwischen Sternen spannten, stehn jetzt die Fachwerke kühner Eisenkunst. Geheimnislose Gläser vertreten des hohe Blau, Wände aus eigener Hand stellen den Horizont hin, als solle das Universum enden, wo das Menschenwerk seine Grenze erreicht. Nun gibt es auch für Menschen nur noch Stäbe, un hinter Millionen Stäben keine Welt. Einst, draußen freilich, im alten Freien, das in Jahrtausenden um uns wuchs, da auch kein Ingenieur mehr Macht besaß, als ein kleines Tier hat, das immer die Übermacht des Offenen fühlt, wenn es den Spuren in der Nähe nachgeht, draußen, sage ich, und damals, war es die reine Wahrheit, als der Vers mir sprach: durch alle Wesen reicht der reine Raum. Die Dinge alle fand ich dort verschworen zum Zusammensein, alles Seiende schwankte an seinem Ort unmerklich im selben Hauch. Und wie ein Wind, der das Haus des Sommers verlassen hat, um den reicheren Herbst zu bringen, ging das Füreinanderdasein durch die Körper der getrennten Dinge. Der Raum, der eine, herrschte als der herrliche Versammler, der mitteilsamste Gott, der Seelen austeilte an alle, so wie Geschenke verstreut werden werden ins Volk bei Fürstenhochzeiten, damit sich auch die Ärmsten ihren Teil mitnehmen. Atmend wie Zwillinge standen die Schuhe der Bäuerin vor dem verdunkelten Zimmer, der Hammer war noch warm von der wertvollen Arbeit, wenn er nachts in der Werkstatt lag, nicht anders als die Sichel, die leise glühte vor Nützlichkeit, lang nach der Ernte, bis zum Winter. An jedem tätigen Morgen floß Seele von den Griffen der Werkzeuge in die Hände derer, die mit solch ruhigem Hausrat ihre Wohnstätten teilten, so wie verwitterte Männer das Bett teilen mit mit dem unausprechlichen Duft der nachgiebigen Frauen.
Jetzt aber hat ein Schicksal uns aus dem Beseelten vertrieben. Alles Erworbene, rief ich, bedroht die Maschine. In einer Maschine leben wir, und Inneres ist dem Außen gleich geworden, als ob die Seele nur ein Abgas wäre, das lästig einem lauten Motor entströmt. Die Dinge rollen sich in sich ein, käuflich und kalt, wie kranke Mädchen, die vergessen haben, was Liebe, Blumen und was Jahreszeiten sind. Wo Seelen lebten, ist Frechheit eingezogen. Die ahnungsvollen Tiere hängen, erkaltetes Fleisch, enttäuscht in den Vitrinen. Diese hohen Lebendigen, die frühen Mitwisser unseres Daseins, haben aufgehört, uns anzusehen, so daß uns jetzt die Zeugen fehlen, die hätten schweigend wach beeidigen können, daß wir, gleich ihnen, am Leben sind, so weit, so weit ins Innen horchend. Ein Preis trägt nun alles, was in der Hallenhelligkeit vereinzelt liegt, jedes verschlossen in seine Entseelung. Jedes Ding schreit uns zu, wie jung und wichtig es ist, so geil wie Billiges, das teurer tut. Ach, das Ding findet heute seinen Menschen nicht mehr. Käuflich sein heißt ja: das Zugehören zum Lebendigen verlernt haben, und kaufen bedeutet Sachen leichthin zu sich laden, wie Gäste für ein einziges Mal, die man begrüßt, benutzt und niemals wieder ansieht.
gefunden in Peter Sloterdijks "Weltinnenraum des Kapitals" Nano reflectionssome thoughts on Hank van den Belts text "Playing God in Frankenstein's Footsteps. Synthetic Biology and the Meaning of Life":
Synthetic biology facilitates the design, construction and change of biological systems by synthesizing DNA and inserting it into host cells whose genomes have been removed. It is an engineerial discipline that requires the extensive use of information technology. In fact some approaches within synthetic biology make it possible that the material world can be manipulated as if it were information. |
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